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Hinter dem Mühlenberg entsteht ein Biomasseheizkraftwerk (Aktualisiert)

Am letzten Sonntag wurden die Ottersberger* Bürger befragt, ob sie für oder gegen den Bau eines Biomasseheizkraftwerk wären – die Bürger votierten mit 52,2% knapp dagegen (bei 59,7% Wahlbeteiligung); die einzigen Wahlbezirke dafür waren Fischerhude und Posthausen.

Das Ergebnis überraschte mich persönlich nicht. Wie ich schon in meinem Blogeintrag schrieb, dürfte es den meisten „ferner ab vom tatsächlichen Geschehen“-Wohnenden egal sein, wenn durch Ottersberg ein paar mehr LKWs fahren. Und für die Fischerhuder besonders gilt, dass die Brüning-Gruppe die Versorgung des Kraftwerkes übernehmen wird.

Am letzten Donnerstag fand nun die öffentliche Sitzung des Abstimmungsausschusses in Ottersberg statt – im Vorfeld hatte die CDU verkündet, sich auf jeden Fall für die Weiterführung der Ausbaupläne einzusetzen, die FGBO auf jeden Fall dagegen. SPD und Grüne wollten sich nach dem Wunsch der Bürger richten. Edit: Die Grünen haben sich im Vorfeld nicht festgelegt.
Nun, bis auf die Grünen gab es keine Überraschungen: von den 5 Grünen im Gemeinderat sprangen nämlich 3 entgegen ihrer Ansage auf die Seite der CDU um und somit wurde das Ergebnis der Bürgerbefragung gekippt (15 pro, 10 contra, 2 Enthaltungen).

Prekär: diese drei Grünen sind alle Fischerhuder.

Ich habe für das Biomasseheizkraftwerk gestimmt.
Eben aus den Gründen, dass man nicht einerseits gegen Atomkraft sein kann, aber keine Alternativen zulassen möchte und andererseits, weil ich Vertrauen in hiesige Politiker und Unternehmen habe, dass auch die überkommunalen Probleme richtig behandelt werden.
Aber auch, wenn man zu allererst seinem Gewissen unterworfen ist und wenn 40% der Bürger das Kraftwerk egal ist oder sie den Vertrauen in den Gemeinderat nicht mehr haben, es gab eine sowohl klare Ansage der Bürger, die abgestimmt haben, als auch klare Ansagen vor der Wahl, wie man mit dieser Abstimmung umgehen möchte.

Update am 30.01.2013:
Ich muss nachbessern: die Grünen haben eine Stellungnahme veröffentlicht, außerdem hatten sie sich im Vorfeld nicht darauf festgelegt, sich dem Ergebnis der Bürgerbefragung anzuschliessen.
Eine offizielle Bekanntmachung des Fleckens gibt es aber noch nicht.

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Am Ende kommt alles raus

Nun wird Lance also gestehen. Er hat sich schon bei seinen „Freunden“ von Livestrong entschuldigt.


Den Schaden, den er angerichtet hat, wird er entschuldigen aber nie reparieren können. Er beschämt den Sport, Radsport steht wegen solchen Typen (und anderen und Idioten auf der Straße) in keinem guten Licht. Er beschämt andere, für die Sport der Lebensunterhalt ist und die ein langweiliges, ehrliches Leben ohne zweiten Verkauf als Exklusivstory führen.

Ich kann nicht wirklich ausdrücken, was ich für eine Abscheu für Lance Armstrong empfinde. Weil diese Schande nun an guten Kampagnen klebt und auf andere Menschen abfärbt, bei deren Taten man sich unweigerlich fragt, ob bei ihnen am Ende auch was rauskommt. Ich will diese Vorverurteilung nicht immer wieder machen müssen.

Schaue ich mir die ganzen Affären der letzten Jahre an, möchte ich brechen wegen dieser Anmaßungen, sich über andere Menschen zu stellen und, schon mit Beweisen festgesetzt, noch den Kopf aus der Schlinge ziehen zu wollen.

Oder zu spotten.

Und irgendwo sprudeln schon die nächsten Verheimlichungsversuche hervor…

Es braucht hier nicht mehr Kontrolle, mehr Überwachung. Das Vertrauen ist vielerorts so nachhaltig zerstört, dass man nur mit offenem Agieren versuchen kann, es wieder herzustellen. Stichwort Transparenz und Mitspracherecht… bei der kommenden Landtagswahl ist das mit dem Informationsfreiheitsgesetz auch ein Thema. Dagegen ist nur die CDU.

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