4500 km

Meine Radfahrsaison 2012 ist gestern Abend zu Ende gegangen – mit dem stärksten Gegenwind des Jahres.
In dem Jahr ist einiges passiert: Anfang Februar habe ich entschieden, dass Gangschaltung und Ritzel meines Giant Rennrades nicht mehr zu retten seien und habe ein neues Rad gesucht. Im März habe ich dann sehr spontan ein sehr günstiges Cross-Rad von Stevens gebraucht gekauft – dieses hatte einen Tacho montiert (der ist im Sommer abgefallen und war dann kaputt), der laut Verkäufer immer mitgezählt hatte und mit 6 Jahren Alter auf knapp 2000 km stand.
Reifen und Kette waren alle in gutem Zustand – und sind es auch jetzt noch, 4500 km später.

Neben dem Tacho habe ich auch diverse Tracking-Plattformen ausprobiert und bin schließlich bei Endomondo hängengeblieben – letztendlich eine gute Wahl, denn mittlerweile nutze ich es nach Nokia/Symbian und Sony/Android auf einem HTC/Windows Phone 8.
Endomondo schreibt die gefahrene Strecke mit und rechnet einem einen esoterischen Kalorienverbrauch aus.

Und so sah mein Jahr 2012 dann damit aus:
Arbeitsweg 2012
Zusammen etwa 4570 km (mit sicherlich einigen Messungenauigkeiten + Tracker-Ausfällen) und 124.176 verbrannte Kalorien. Umgerechnet sind das etwa 10 Tankfüllungen unseres Hyundai, rund 600 Euro und 250 verbrannte Big Macs.

Andere Fahrraderfahrungen 2012:

  • Seit Mitte November fahre ich mit einer kräftigen Front- und Rückleuchte. Vorne eine Trelock LS 750 I-Go, hinten ein Knog Blinder 4V pulse (beides Amazon-Affiliate-Links). Bin sehr zufrieden, vorne könnte die Ausleuchtung etwas besser sein, hinten ist die Halterung frickelig. Beide lassen sich über USB laden, was für auffe Arbeit wichtig war.
  • Bekleidungstechnisch bin ich Mitte des Jahres auf einen etwas schmaleren Fahrrad-Rucksack umgestiegen. Ansonsten fahre ich wie seit Jahren mit Fahrrad/Laufklamotten von Aldi oder Tchibo. Für den Herbst habe ich eine North-Face-Jacke drüber. Ich rate zu ordentlichen Radfahrhandschuhen, im Winter mit langen Fingern. Und gegen die Kälte mehrere dünne Schichten, statt Schal und Winterjacke.
  • Helm? Ja! Ich fahre zwar die meiste Zeit auf einem einsamen Fahrradweg aber gerade morgens sind viele Schulkinder und Berufspendler unterwegs und als echter Kampfradler fahre ich auch auf der Straße (wo erlaubt). Ich hatte noch keinen richtig schlimmen Unfall, aber vor Beulen oder leichten Gehirnerschütterungen hat mich mein Helm schon bewahrt.
  • Einsam? Nein, auf dem Deich kommen mir viele Radler entgegen, die in meine Richtung überhole ich meistens. Außerdem viele Hundehalter – mittlerweile kann ich auch die Hunde und ihre Halter einschätzen.

Für 2013 wünsche ich mir weiterhin schönes Wetter, weniger Autofahrer auf den nicht freigegebenen Wegen in den Wümmewiesen und vielleicht ja ein neues Schön-Wetter-Rad. 🙂

Tschüß, 2012.

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3 Gedanken zu „4500 km

  1. Christian

    4500+ km sind eine sehr ordentliche Laufleistung. Ich freue mich, wenn ich im Jahr auf 1500km komme 😉
    Was ist der Vorteil von einem Fahrradrucksack? Ich weiß, dass es solche Dinger gibt, aber ich kenne seine Vorteile nicht.

  2. Marius Artikelautor

    Die Hersteller bauen da Funktionen ein, man als Radfahrer brauchen könnte. Etwa eine Halterung für Helme, eine kleine Signalpfeife auf der Brust und eine Art Panzerung, falls man kopfüber auf den Rücken stürzt.
    Ich selber habe meinen ausgesucht, weil er schmaler als der Alte ist und ein paar Reflektionsstreifen mehr hat. Eine Lasche für ein Anclip-Licht ist praktisch und im Allgemeinen sitzen die besser auf dem gebeugten Rücken als normale Rucksäcke. Was ich vorher nicht wusste und nun praktisch finde sind die Seitentaschen, die man einfacher von hinten öffnen kann.
    Man kann also auch mit normalem Rucksack fahren…

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